Carport und Solar Carport Vergleich
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Normales Carport vs. Solar Carport – was lohnt sich mehr?

Kaum ein Eigenheimbesitzer denkt beim Carport an Stromerzeugung. Die meisten sehen darin einen reinen Unterstand, der das Fahrzeug vor Regen und Hagel bewahrt. Über das Dach als Energielieferant macht sich fast niemand Gedanken. Dort passt eine Solaranlage drauf, die bei 5 kWp Leistung jährlich rund 4.500 Kilowattstunden erzeugt. Beim aktuellen Strompreis von 37 Cent spart ein Haushalt damit über 1.600 Euro im Jahr. Ohne Solarmodule kostet ein Carport zwar nur 2.000 bis 5.000, doch diesen Betrag holt die Photovoltaik-Variante über laufende Einsparungen locker rein. Allein den Kaufpreis zu vergleichen greift deshalb viel zu kurz, weil der entscheidende Unterschied erst über die Nutzungsdauer sichtbar wird. Ein Solar-Carport verwandelt eine passive Konstruktion in eine aktive Einnahmequelle und amortisiert sich innerhalb kurzer Zeit vollständig. Ob der höhere Einstiegsbetrag im individuellen Fall die bessere Wahl darstellt, hängt von mehreren Faktoren ab. Genau diese Frage beantwortet der folgende Vergleich mit belastbaren Zahlen und konkreten Beispielen.

Normaler Carport im Vergleich

Was ein normaler Carport im Vergleich wirklich bietet

Ein herkömmlicher Autounterstand besteht aus Holz oder Aluminium und lässt sich als Bausatz innerhalb eines Wochenendes aufbauen. Für einen Einzelstellplatz starten die Preise bei rund 1.500 Euro, ein Doppelmodell erreicht bis zu 5.000. Gerade bei knappem Budget wirkt diese Variante zunächst verlockend, weil der Stellplatz ab Werk bereits funktionsfähig erscheint. Allerdings beschränkt sich der gesamte Nutzen auf puren Wetterschutz, weil die Bedachung dauerhaft unproduktiv bleibt. Weder produziert sie Strom noch reduziert sie monatliche Ausgaben beim Versorger, obwohl die Fläche komplett frei wäre. Hinzu kommen regelmäßige Pflegearbeiten, die viele Käufer bei der Planung schlicht vergessen. Bei Holzmodellen fallen alle zwei bis drei Jahre Lasur und Holzschutzanstrich an, was pro Durchgang zwischen 150 und 300 Euro verschlingt. Aluminium ist zwar wartungsärmer, bringt dafür aber einen merklich teureren Materialpreis mit und lohnt sich erst bei langer Standzeit. Über 20 Jahre summieren sich allein die Wartungsausgaben eines Holzcarports auf 1.500 bis 3.000 Euro. Diese Summe frisst den anfänglichen Preisvorteil gegenüber einer PV-Lösung fast komplett auf. Gleichzeitig steigert eine schlichte Autoüberdachung den Immobilienwert kaum, weil sie keinerlei zusätzliche Funktion mitbringt. Der Wagen bleibt zwar trocken, zur Unabhängigkeit vom Stromnetz trägt ein normaler Carport aber keinen Cent bei. Wer also nur den Grundpreis betrachtet, übersieht den eigentlich entscheidenden Posten auf der Gesamtrechnung.

Alle Stärken und Schwächen im Überblick

Vorteile:

  • Niedrigerer Anschaffungspreis ab rund 1.500 Euro
  • Einfacher Aufbau als Bausatz an einem Wochenende möglich
  • Große Modellauswahl bei Holz und Aluminium
  • Baugenehmigung in vielen Bundesländern nicht erforderlich

Nachteile:

  • Keinerlei Stromproduktion trotz vorhandener Dachfläche
  • Regelmäßige Holzpflege alle zwei bis drei Jahre nötig (150 bis 300 Euro pro Anstrich)
  • Wartungskosten summieren sich über 20 Jahre auf bis zu 3.000 Euro
  • Kein Beitrag zur Senkung der monatlichen Energiekosten
  • Immobilienwert profitiert kaum von einem einfachen Unterstand
  • Keine Einspeisevergütung oder staatliche Förderung möglich
Solar Carport im Vergleich

Warum ein Solar Carport im Vergleich so viel mehr leistet

Sobald hochwertige Photovoltaikmodule auf einem Carport mit Solar installiert sind, verwandelt sich der Abstellplatz in ein kleines Kraftwerk. Pro Jahr liefert eine Anlage mit 5 kWp zwischen 4.500 und 5.000 kWh, abhängig von Ausrichtung und Neigungswinkel. Davon nutzt eine Vier-Personen-Familie rund 70 Prozent unmittelbar im eigenen Gebäude, ohne dafür dem Energieanbieter auch nur einen Bruchteil überweisen zu müssen. Aktuell zahlt der Netzbetreiber 7,78 Cent pro eingespeister kWh, bei einem Überschuss von etwa 1.200 kWh bringt das knapp 95 Euro zusätzlich ein. Besonders lukrativ wird die Eigenproduktion, wenn ein Elektroauto direkt unter dem PV Carport an der Wallbox lädt und die täglichen Tankkosten gegen null sinken. Die Module benötigen kaum Instandhaltung, weil Niederschlag den Großteil der Verschmutzungen von allein abspült und moderne Gläser mit Spezialbeschichtung zudem schmutzabweisend wirken. Anders als bei konventionellen Holzkonstruktionen entfallen kostspielige Schutzanstriche restlos, was über die Jahrzehnte hinweg einen erheblichen Kostenvorteil ergibt. Obendrein steigt der Verkehrswert des Grundstücks spürbar, weil Interessenten die integrierte Photovoltaik als wirtschaftlichen Pluspunkt bei der Besichtigung sofort wahrnehmen. Förderprogramme von Bund und Ländern drücken die Investitionskosten in vielen Regionen um mehrere Tausend Euro nach unten. Unter dem Strich rentiert sich ein Photovoltaik Carport innerhalb von 10 bis 13 Jahren und erwirtschaftet danach ausschließlich Gewinn.

Fakten zur PV Überdachung ehrlich zusammengefasst

Vorteile:

  • Produziert jährlich 4.500 bis 5.000 kWh eigene Elektrizität
  • Spart bei 70 Prozent Eigenverbrauch über 1.200 Euro pro Jahr an Netzstromkosten
  • Überschüssiger Strom bringt 7,78 Cent pro kWh Einspeisevergütung
  • Elektroauto lässt sich direkt an der Wallbox unter dem Dach laden
  • Module benötigen so gut wie keine Instandhaltung
  • Steigert den Verkehrswert des Grundstücks spürbar
  • Staatliche Förderprogramme senken die Anfangsinvestition deutlich

Nachteile:

  • Höherer Anschaffungspreis als ein Modell ohne Photovoltaik
  • Amortisation dauert je nach Verbrauchsprofil 10 bis 13 Jahre
  • Ertrag schwankt bei ungünstiger Ausrichtung oder starker Verschattung

Warum am Ende nur eine Variante als Gewinner dasteht

Beide Bauweisen halten Witterungseinflüsse vom Auto fern, doch beim Blick auf die Gesamtkosten über den vollen Betriebszeitraum fällt das Ergebnis eindeutig aus. Ein einfaches Modell ohne Solartechnik erfüllt seinen Zweck als Regendach und hält Feuchtigkeit ab, bringt dem Besitzer darüber hinaus aber keinen finanziellen Vorteil. Das anfänglich geringere Investment relativiert sich rasch durch wiederkehrende Unterhaltskosten, weil die brachliegende Oberfläche keinerlei Gegenleistung erbringt. Im Gegensatz dazu arbeitet ein Carport mit PV sofort nach der Montage für seinen Eigentümer und wandelt freie Sonnenstrahlung in bare Einnahmen um. Jede selbst gewonnene kWh mindert die Rechnung beim Stromanbieter, überschüssiger Ertrag fließt gegen Vergütung ins öffentliche Netz. Für Familien mit hohem Tagesverbrauch macht sich die eigene Erzeugung am Stelldach besonders schnell bezahlt. Nach spätestens 13 Jahren hat sich der Aufpreis gegenüber der günstigeren Ausführung eingespielt, alles danach bedeutet Rendite. Wer einen Stromer in der Einfahrt parkt, minimiert die anfallenden Ladekosten erheblich und tankt fortan nahezu zum Nulltarif. Beim Wiederverkauf der Immobilie zeigt sich ein weiterer Trumpf, denn Suchende bewerten eigenständige Energiequellen zunehmend als klaren Vorzug und zahlen dafür nachweislich mehr. Der eindeutige Sieger in diesem Vergleich ist der Solar-Carport. Er schützt und verdient gleichzeitig, anstatt jahrelang nur Schatten zu spenden ohne jeglichen Gegenwert.

FAQ’s:

Lässt sich ein normaler Carport nachträglich mit Photovoltaik nachrüsten?

Technisch ist das machbar, allerdings scheitert es häufig an der vorhandenen Statik. Die Tragbalken eines günstigen Fertigmodells sind auf das Eigengewicht der Bedachung ausgelegt, nicht auf das Zusatzgewicht von PV-Paneelen. Ein Statiker muss vor der Nachrüstung prüfen, ob Pfosten und Sparren die Last aufnehmen können. Falls Verstärkungen nötig werden, übersteigen die Umbaukosten in vielen Fällen den Aufpreis, den ein von Anfang an als Carport mit Solar geplantes Modell gekostet hätte.

Braucht ein PV Carport eine andere Baugenehmigung als ein Modell ohne Solartechnik?

In den meisten Bundesländern gelten für beide Ausführungen die gleichen Vorschriften bezüglich Grundfläche und Gesamthöhe. Ob auf der Bedachung Module liegen oder nicht, spielt baurechtlich in der Regel keine Rolle. Allerdings verlangt der zuständige Netzbetreiber bei jeder netzgekoppelten Anlage eine gesonderte Anmeldung und Registrierung im Marktstammdatenregister. Ein kurzer Anruf beim örtlichen Bauamt klärt vorab, welche Unterlagen tatsächlich eingereicht werden müssen.

Wie unterscheidet sich die Versicherungssituation bei beiden Varianten?

Ein konventioneller Unterstand ist über die Wohngebäudeversicherung mitversichert, sofern er fest auf dem Grundstück verankert ist. Bei der Ausführung mit Solarmodulen empfiehlt sich zusätzlich eine Photovoltaikpolice, die Unwetterschäden und technische Defekte an den Paneelen abdeckt. Die jährliche Prämie beginnt für eine 5-kWp-Konfiguration bei rund 50 Euro und liegt selten über 80. Gemessen am Jahresertrag der Anlage fällt dieser Schutz kaum ins Gewicht und sichert die gesamte Technik zuverlässig ab.

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